Dezember 2007

31.12. kommt noch
30.12. kommt noch
29.12. kommt noch
28.12. kommt noch
27.12. kommt noch
26.12. Mit Aussicht auf die Skyline und bei leicht bewoelktem Himmel gemuetliches Fruehstueck im Hyatt Regencey Jersey City, das ich hiermit jedem empfelen kann. Die ???Station rueber nach Manhatten ist gleich um die Ecke und man ist innerhalb von 10 Minuten an der World Trade Center Haltestelle, faehrt dabei einmal unter dem Hudson River durch und hat anschliessend eine sehr eindrueckliche Aussicht auf den Ground Zero und die Baustellen dort. Die schiere Groesse der freien Flaeche laesst einen ahnen, was hier passiert ist und was hier einmal stand. Unser erster Stopp des Tages war der Central Park, vorher aber ein Stopp zum Bagelfruehstueck bei …und Zabar, mit einer Kaese- und Teeauswahl zum Weinen! Warm eingemummelt schlenderten wie gemuetlich durch den Central Park, genossen die kleinen Wege und Aussichten auf die Stadt um uns herum. Aus dem Park raus steht man dann auf der 5th Avenue und da geht das das Uebel Einkaufen los – viel zu viel Auswahl und der totale Konsumoverflow! Etwas enttaeuschend fand ich die Eisbahn am Rockefeller Center, kam mir in der Realitaet viel viel kleiner vor als erwartet und irgendwie geh ich dann doch lieber in Stuttgart eislaufen.

 

25.12.  Weil ich ja schon mehr als ne Woche in Deutschland bin und ein Geschenk gekriegt habe das sich Flug nennt ging es um 5 Uhr morgens ab nach Frankfurt auf den Flughafen um mit Singapur Airlines nach New York zu duesen. Klingt irre, ist es aber auch und im Nachhinein kann ich nur sagen es hat sich voll und ganz gelohnt und der Jetlag war nur halb so schlimm wie erwartet und allein wegen der Einkaeuferi wars genau richtig. Ehrlich gesagt war ich auch einfach froh raus zu sein, Deutschland fuehlte sich schlichtweg nicht mehr als wie zuhause und jeder will einen sehen, jeder erwartet dass man Zeit hat und man ist hin und her gerissen muss noch arbeiten und hat noch jede Menge anderen Aerger am Hals (dazu nicht mehr, nur so viel ich hab um 6 Monate verlaengert und werde bis Oktober in China bleiben aber das hat Nerven gekostet...) – deswegen Flucht nach New York. Ankunft in New York am selber Tag und ich hab es so genossen mit oeffentlichen Verkehrsmitteln von a nach b zu kommen und die Leute zu verstehen, dazu war noch super Wetter und die Aussicht auf eine Woche in New York steigert die Laune auch nach 6 Stunden Flug erheblich. Unser Hotel lag in Jersey City direkt am Huson River mit Aussicht auf Manhatten und die Skyline von New York.

 

24.12. Weihnachten - Zu viel essen!
16.12. Ski fahren oder eher die Sonne geniessen und ne Brezel vertilgen und heisse Schokolade trinken, dazu noch Unterhaltung mit einem weiblichen Wesen auf einer Wellenlaenge – ich weiss was ich in China bislang vermisst habe!

 

15.12.

Ski fahren
Oh mein Gott ich fahre Ski und es tut noch, selbst meine Lungen funktionieren noch und was am allerbesten ist ich fahr nicht am miserabelsten von allen! Kaum zu glauben, selbst die viele frische Luft verkraftet mein avgasgewoehnter Koerper und ich frier nicht, daheim zu sein wird immer besser. Koennte auch am abendlichen Raclette oder der heissen Schokolade gelegen haben – zumindest fuer eins war das Trinktrainingslager China gut: Kein Kopfweh am naechsten Morgen!

 

14.12.

Schwabenhaus und Ski fahren
Ankommen, arbeiten und dann gleich frische Luft schnappen und Ski fahren – das ist der normale verplante Terminkalender wenn ich in Deutschland bin. Wie jedes Jarh ging es am 3. Adventswochenende auf Schwabenhaus mit den ueblichen Verdaechtigen plus einige neuen Gesichtern. Ungewohnt war allerdings die Menge an Schnee! Alles weiss und das bis an die Huette ran, saukalt und glitzernder Sternenhimmel dazu noch massig Sauerstoff – ist schon schoen in Europa.

 

12.12.

Heimat Mietwagen und Thekenfest
Und mal wieder ab nach Istanbul und weiter nach Stuttgart. Dank eines 1.90m langen Lulatsch neben mir und einer Armada von schmatzenden Chinesen links hinter mir ein unendlich toller Flug mit wenig Schlaf – irgendwie war das die Male vorher bequemer. Istanbul Airport ist immer noch einer meiner Favoriten, denn ein Schlaefchen auf einer der Baenke ist einfach zu gut um wahr zu sein wenn man die letzten 9 Stunden eingequetscht in der Holzklasse verbringen durfte. Der Starbucks Cappuccino war genauso wie die englische Klatschzeitschrift auch ziemlich brauchbar! Irritierend wieder das Schwaebisch als Hintergrundgeraeusch im Flieger, ich bin das nicht mehr gewohnt und die Frage welche Sprache das denn sein koennte kam bei mir immer wieder auf. Um 9.45 Uhr dann landung in Stuttgart, die Sonne scheint und das mietauto steht bereit – mein Teilzeitsmartieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee! Schlecht an der Karre ist wirklich der Kofferraum, mit den neuen Modellen geht da ja gar nichts mehr rein und schon gar nicht mein fetter Koffer, der dann am Ende auf dem Beifahrersitz mitdurfte. Smart CDI dazu und voila selbst ich als ue berzeugter Smartfahrer kriege meine ersten Zweifel, trotzdem ist das Soundsystem eins a....mit SWR auf dem Weg nach Esslingen – I am back! Nachdem ich mir dann bei Michi den Hausschluessel abgeholt hatte Koffer auspacken und Kaffee – im Hintergrund laeuft der Fernseher und ich muss wieder mal feststellen, dass nur noch Muell kommt und der dazu noch wirklich unertraeglich schlecht ist. Nachmittags hab ich dann gleich mal im Buero vorbeigeschaut, einmal um den Jetlag zu bekaempfen und natuerlich andererseits um bei der Weihnachtsfeier dabei zu sein – ist fast wie zuhause sein.

 

11.12.

Flug nach Deutschland
Diesmal war das packen nicht eine Sache, die ich um 4 Uhr morgens erledigt hatte sondern schon am Sonntag vorher – so viel wollt ich auch nicht mitnehmen, denn die Chance meine Wintergarderobe einzukaufen lass ich mir ja nicht entgehen! Dienstag dann Abschied von der Abteilung nachmittags mit viel Puffer fuer eventuelle Verspaetungen und es geschah das Wunder von Qingdao: Ich kam puenktlich raus und war puenktlich samt meinem Koffer in Peking!!! Es reichte noch fuer nen sehr gemuetlichen Kaffee bei Starbucks, einer Nudelsuppe beim Japaner im Keller und einigem doofen Rumsitzen weil der Check In noch nicht geoeffnet war. Ach da faellt mir ja noch so eine kleine Anekdote ein! Ich hab meinen Eltern meine Flugdaten durchgegeben und muss zugeben, ich hatte nicht nochmal alles genauestens durchgeprueft weil die Fluege so gebucht waren, wie ich es angegeben hatte. Drei Tage vor Abflug meinten meine Eltern dann, ob ich eine Uebernachtung inIstanbul eingeplant haette? Aeh, ne eigentlich nicht wieso? Naja mein Anschlussflug nach Stuttgart war nicht so gebucht wie geplant sondern einen Tag spaeter! Ok, tief durchatmen, ich habe 2 Jahre China ueberlebt war in Peking und Dalian statt in Deutschland auch das werde ich ueberleben. Die Umbuchung hab ich beim Check In erledigt und hatte permanent die Frage im Kopf: Wieso sind die zu doof zum Fluege buchen und wieso hab ichs net gemerkt und wie waere wohl das Flughafenhotel in Istanbul gewesen? Gluecklicherweise musste ich das zumindest dieses Mal noch nicht rausfinden!

 
8.12.

Zum dritten Mal heisst es sich rausputzen, extra Kleider machen lassen und Stunden fuer die Gesichtsrestauration investieren: Es ist wieder Qingdao Expat Charity Ball oder wie er auch genannt wird Winter Ball. Morgens mal wieder nach Taidong, die letzten Bestellungen abholen – Anzug beim Bekannten passt, also ab nach Hause und die Schminksachen packen – danach ab zum Frauen-Syling-Nachmittag! Mit viel Kaffe und Muffins intus (oh jeeeeeeeenud das bei den Kleidern) ran ans Schminken, Haare kaemmen, foenen und entsetzt feststellen,: Das tut net wie geplant! War insgesamt eine superlustige Sache – so wie im letzten Jahr.

Zu meinem Kleid gibts auch mal wieder eine kleine Geschichte. Das Aussuchen ging dank Internet relativ schnell, die Erklaerung wie dsa Ganze aussehen soll gestaltete sich etwas schwierig und da „hen mafan“ der Schneiderin machte mich auch nicht grade zuversichtlich, das heisst naemlich meistens so viel wie ist schwierig und das heisst im Klartext: Keine Ahnung wie ichs machen soll und ob ichs hinkrieg. Bei der Stoffauswahl hab ich mich eventuell leicht vergriffen, Tuerkis gefaellt einfach nicht jedem und auf der Flaeche sah die Farbe schon etwas anders aus, dass aber jeder 2. einen Kommentar ueber die Farbe abgeben musste fand ich dann nicht mehr ganz so gut. Hey, ich trage grundsaetzlich Klamotten mit Statement und wenns die Farbe ist, umso besser! Ausserdem passts zur Augenfarbe. Bei der ersten Anprobe kamen dann leichte Bedenken, das Ding ist durchsichtig! Und was eigentlich hinten sein sollte ist vorne und umgedereht...wie hat die Frau denn das schon wieder geschafft?!? Nach der zweiten Anprobe war die Laenge in Ordnung aber das Problem des Durchblicks nicht wirklich geloest, also liess ich mir ne zweite Lage Stoff reinschneidern und wenn wir gleich dabei sind aufgrund der Rueckenfreiheit auch noch Stoffschalen einnaehen. Die gibts im gleichen Stock bei der Tante, die die Unterwaesche naeht...und die meine Damen und Herren ist einfach nur unglaublich! Es gibt sie naemlich wirklich, die gute alte Unterwasche mit tausenden Knoepfen und Formen, die man selbst in den 60ern fuer unmoeglich hielt. Madonnas beruehmter Spitzbrustbody in Ehren, aber die hier tragen solche Waesche wirklich und sie lassen sie sich auch noch schneidern!?! Die Faszination nahm nur noch zu, als wie so Schaumstoffcups zum ins Kleid naehen haben wollten und die Tante uns dann in Cupgroesse B halbwegs was normales und in DD was mit nachgebauten Nippeln in die Hand drueckte mit der Frage welche wir haben wollten. Ich wusst wirklich nicht was machen, laut loslachen oder schlichtweg die Groesse B nehmen und das Lachen verkneifend verschwinden? Dieses wunderhuebsche Wunderwerk aus Plastik wanderte dann in mein Kleid, nur leider waren die nicht auf derselben Hoehe aufgenaeht und insgesamt schlichtweg nicht brauchbar. Stellte sich also 2 Tage vor dem Ball die alles entscheidende Frage: Woher krieg ich in Qingdao einen halterlosen BH in europaeischer Groesse?!? Antwort: Im japanischen Supermarkt am Triumphstand fuer mehr Geld als in Deutschland aber mit 3 um mich herumhuepfenden begeisterten Verkaeuferinnen. Musste mich auch noch wehren, sonst waeren die Damen gleich mal beim Anprobieren in die Umkleide gestuerzt um das Ding noch am lebenden Objekt zu begutachten. Anprobe beendet und auch unten drunter bin ich fuer den Winter Ball geruestet. Wie gesagt, das fast schon traditionelle Aufrueschen fuer den Abend war richtig lustig und die Kinder hatten auch noch was zu lachen – denn so oft sehen die keine Frauen in Kleidern mit kompletter Kriegsbemalung. Der Abend selber war ganz ok, nur die Musikauswahl vertrieb uns ziemlich schnell in diesselbe Richtung wie im letzten Jahr: Q-Bar! Einige Drinks spaeter dann noch Wechsel ins Corner Jazz und dann elegant nach Hause – see you next year oder vielleicht auch nicht?!?

 

7.12.

Annual Dinner mit der Abteilung
Traditionen in China haben meistens was mit Essen zu tun, genauso wie Reisefuehrer und gute Ratschlaege der Kollegen. Daher ist es natuerlich ein absolutes Muss, mind. Einmal im Jahr ein Annual Dinner zu machen. Gesagt getan, die Maedels geschnappt und ab ins Lafayette Restaurant auf der Minjiang Lu. Kann ich sehr weiterempfehlen, klasse Dekoration und eine unendlich fette Karte mit Bildern. Ich steh zwar nicht auf Fischkopf und es gab noch ein paar andere mehr oder weniger essbare Sachen aber die Stimmung war sehr gut und wir alle pappsatt. Als Abschluss des Abends gabs dann keine Drinks sondern viel besser: Eine Fussmassage mit Synchron-Nackanmassage fuer die verspannten und gestressten Karrierefrauen von heute. Der Abend war teilweise anstrengend (viel Chinesisch) aber auf jeden Fall superlustig auch wenn die Fragen „wann heiratest Du denn endlich und so weiter“ teilweise meiner Entspannung nicht wirklich geholfen haben.

 
2.12.

Weihnachtsmarkt in Qingdao
Jaja sowas gibts, den im letzten Jahr hab ich ja dank Deutschlandreise voll verpasst, dafuer konnte ich diesen miterleben. Statt gefunden hat er nicht wir in Deutschland auf einem Platz sondern auf der Dachterrasse der YMCA in der Naehe der meteorologischen Station in Qingdao. Klingt gigantomansich ist aber nur durch eine superkleine, sich den Hang rauschlaengelnde Strasse zu erreichen, die einige der Besucher verpasst haben und statt dessen ueber Treppen fuhren und sonstige Abenteuer erlebten. Von aussen war nicht wirklich was zu erkennen, deswegen haben wir erstmal die erstklassige Aussicht genossen bevor wir uns in die Juhe reintrauten. Rauf aufs Dach gehts uebers Treppenhaus immer weiter nach oben, wobei der Gestankt nach nassem Hund von Stockwerk zu Stockwerk exponentiell zunahm. Der Verursacher, naemlich jener nasse Hund kam uns dann ganz oben entgegen – ein Husky! Der Weihnachtsmarkt kann wohl eher als Minibasar in 3 Zimmern mit diversen guten (Perlenketten aus Designerhand) und weniger guten (christliche Bibelverse, gestickt) Geschenken) und Grill mit Gluehweintopf auf der Dachterrasse beschrieben werden. Der Grill funktionierte tadellos, da gasbeheizt. Leider hing der Gluhweintopf am Strom, der dank grandiosen Stecker in Stecker durch Fenster und Gangverbindung nicht wirklich stabil war. Nachdem es die Sicherung zum 5. Mal rausgefetzt hatte nahm unser anwesender Elektrikexperte mal die Sache in die Hand und 20 Minuten spaeter gabs endlich Gluehwein aus den passenden Qingdao Weihnachtsmarkt-Tassen. Anschliessend dann schnell noch nach Taidong, die letzten Auftraege fuer den Winter Ball abgeben und nach den Kleidern schauen, hoffentlich ist alles fertig!

 
1.12.

Backsession mit Gutsle und Sushi
Weihnachten naht und dank importiertem Gluehweingewurz und Backpulver werden Gutsle gebacken. Mit dabei die ueblichen Verdaechtigen samt Kindern und Rezepten, die auf dem wunderhuebsch eingepackten und weihnachtlich dekorierten Tisch vorbereitet werden. Austecherle, Vanillekipferl, Weihnachtsmuffins und dazu dann noch Sushi und fritierte Minishrimps. Sowas gibt es nur in China. Jetzt muss ich bevor ich weiterschreibe noch was zu den Shrimps und zur Weihnachtsdeko sagen. Wie im letzten Jahr werd ich zu Weihnachten in China sehr sentimental und komme beim Einkaufen nicht an den kuenstlichen und teilweise kitschigen Weihnachtsdekos vorbei. Schwups landen da schreiend bunte Weihnachtssterne und der Weihnachtsmann im chinesischen Kostuem samt einem Plastikweihnachtsbaum zum Zusammenstecken in meinem Einkaufswagen. Dazu summ ich dann Jingle Bells in Einklang mit der viel zu lauten Beschallung im Supermarkt vor mich hin und Weihnachten kann kommen. Jetzt dann also zu den Shrimps, nachdem ich mich als Kitschfan geoutet habe. Die kamen lebend in einer Plastiktuete in meine Wohnung, was an sich noch kein Grund ist das hier zu erwaehnen, hatten wir ja schon. Neu war aber die Nutzung der Shrimps als Spielzeug auf meinem Wohnzimmertisch und auf dem Teppich. Kollegensohn sei dank vergnuegten sich die Viecher da naemlich und fielen nach einem Schubs auch mal um oder runter. Die anwesenden deutschen Kinder fandes genauso irritierend wie die deutschen Erwachsenen und wir waren allesamt froh, als die Dinger dann schlussendlich im Wok landeten. Highlight war aber natuerlich der Gluehwein, da schmecken die Gutsle einfach nochmal besser!