April 2008

 

25.4. Auf nach Deutschland

26.4. Der neue Terminal in Peking

27.4. frische Luft in Stuttgart

28.4. bis 8.5.

 

23.4.

Meine Pflanzen sind krank

Meine Putzfrau kennt Ihr ja schon – dass es mit der Frau niemals langweilig wird dank ihrem ausgepraegten Sinn fuer Feng Shui (umraeumen) und Spass (versteckte Sachen, verschwundene Schuhe die aber wieder auftauchen) wisst Ihr auch. Jetzt gabs am Mittwoch einen Zettel auf dem stand, dass meine Pflanzen krank seien und sie sollten entsorgt werden, wenn ich einverstanden bin soll ichs ihr schreiben. (Zettelkommunikation ist sehr effizient)

Was meine Pflanzen jetzt aber fuer ne Krankheit haben kann ich leider nicht sagen, denn die wachsen und gedeihen und sind gruen und sehen fuer meine deutschen Augen ziemlich gesund aus. Statt aber fuer meine Pflanzen zu kaempfen und unendliche Erklaerungskaempfe auszutragen, musste ich eingestehen sehr chinesisch geworden zu sein. Wieso? Meine Antwort: Mach was Du fuer richtig haelst....

 

22.4.

2 Jahre China

Der Rueckblick sollte eigentlich sehr philisophisch sein aber irgendwie war der Tag gar nicht wirklich besonders. Aufstehen, arbeiten, keiner ausser mir selber hat an die 2 Jahre gedacht und ich hatte nur 5 Minuten Ruhe um darueber nachzudenken, was in den 2 Jahren alles so passiert ist. Ich hab meine Grenzen getestet, ich hab mich veraendert, ich hab ueberlebt, ich war oft allein, ich hab mich durchgeboxt und an den Haaren aus dem Dreck gezogen. Viel wichtiger ist aber, dass ich mich kennengelernt hab – und ich habe Qingdao und China lieben gelernt. Manchmal ist es eine Hassliebe, manchmal nur staunendes Unverstaendnis und manchmal ist es einfach nur das Gefuehl, ein Stueck auch hier zuhause zu sein.

21.4.

Mein Visum

Jaja, was soll ich sagen – mein Visum ist nach 2 Wochen noch nicht fertig und wenns gut geht krieg ich es erst am 25.4., dem Tag an dem ich nach Deutschland fliegen will. Erschreckend stelle ich nur fest, dass ich das schon genauso erwartet habe und mich gar nicht so aufrege, wie ich vielleicht sollte. Ist doch noch genug Zeit und wenns am Freitag nichts wird, naja dann kann man halt auch nichts machen und muss umplanen – ist doch alles gar kein Problem, ueberhaupt kein Problem, ist ja nur mein Urlaub und ist ja nur die langersehnte Dosis Brezeln und Apfelsaftschorle...aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh

Wenn Ihr mich loshaben wollt schmeisst mich doch gleich raus!

20.4.

Mein Rechner geht in den Ruhestand

19.4.

Ein ganz normaler Samstag in China – heisst wir gehen mit dem Firmenwagen endlich mal wieder zur Metro zum Grosseinkauf und auf dem Weg dahin das absolute Chaos am Carrefour: Eine Horde von Polizisten ssaeumt die StreassEinkaufen, Demo in China und Dr. Chen

 

13.4.

Meine Waschmachine

Ach ja, es waere alles dermassen einfach wenn denn mal alles an Equipment funktionieren wuerde. Aber ne, nach einer halben Ladun 80 Grad Waesche kommts mir komisch vor, dass am Boden vor dem Bad das Parkett so glaenzt. Stifel also hin und was sehe ich: Eine Pfuetze die nicht von einer Schlitzhose stammen kann und somit nur Wasser sein kann. Kurzer Schreikrampf und ich mach die Tuer auf, stelle fest dass mein Bad ca. 10cm unter Wasser steht und die Waschmaschine im Display Error anzeigt. Immerhin muss ich sagen, dass die Waschmaschine das gut erkannt hat! Das Trockenlegen der ganzen Sachen und ablassen des Restwasser hat mich fast 2h gekostet weil wirklich alles klatschnass war und ich erst mal die halbe Waschmaschine auseinandernehmen musste um den Wasserablauf zu finden. Danke an die chin. Konstrukteure von benutzerfreundlichen Waschmaschinen aus dem Hause Haier. Zumindest bin ich dann auch auf das Problem gestossenGummistoepsel los durch Schleudervibration – Gummistoepsel wieder rein, Maschine nur noch leicht inkontinent. Bin ganz stolz auf mich, dass ich so ein schwieriges technisches Problem alleine geloest hab koennt mich aber immer noch drueber aufregen, dass ich wegen so einem Muell den sonnigen Nachmittag mit putzen verbracht hab. Das ist fast so nervig wie mein sabbernder Ablauf an der Spuele...aber nur fast!

12.4.

Unser Fake Market soll schoener werden und Dr. Chen macht mich fertig

Wieder ein Samstag der ohne Geigenmusik beginnt, daher dacht ich es koennte eventuell ein guter Tag werden. Das ganze revidierte sich dann bei der Taxisuche, obwohl mein Termin bei Dr. Chen eine Stunde frueher war als die Woche zuvor – weit und breit kein taxi in Sicht. Nach sage und schreibe 10 Minuten hab ich dann ein superklappriges erwischt und muss sagen: Die Taxiflotte muss bis Olympia noch ordentlich aufgestockt werden.

 

Der gute Doktor hat sich dann eine Stunde lang meinen diversen Wirbeln, Knochen, Sehnen und Muskeln gewidnet und ich lag nur da und dachte: Schmerz! Die guten Ratschlaege ich sollte doch oefter kommen und mich mehr entspannen fand ich wieder mal reizend, geht aber alles leider nicht wirklich, dazu hab ich den falschen Job und unsere Firma die falsche Lage am Arsch der Welt. Nach eineigen Ermahnungen ich soll auch brav meine Uebungen machen, was ich tue, Termin fuers naechste Mal geholt. Danach ab auf den Jimo Market, der zur Zeit konmplett renoviert wird und gegenueber stellen sie ein huebsches neues Gebaeude hin – bin gespannt ob unser Fake Market ausgelagert wird. Die Strassen drumrum sind auch allesamt aufgebuddelt und es herrscht das chinesische Chaos an allen Ecken und Enden. Das hat uns aber ein Erlebnis ganz besonderer Natur verschafft, da wir etwas weiter weg parken mussten. Diese Erzaehlung ist keine Uebertreibung, eher das Gegenteil!

 

Wir steigen aus dem Auto aus, Kollege holt seine Kamera aus der Tasche und stolpert fast ueber einen ca. 10 jaehrigen Jungen. Dieser legt grade ganz sorgfaeltig Zeitungspapier auf die Strasse und geht nachdem er sich ganz entspannt die Hose runtergezogen hat in die Hocke. Dann gucken wir Deutschen und leicht unglaeubig an, noch voller Hoffnung dass nicht das passiert, was wir erwarten. Aber nein, wir sind ja in China und der Junge kackt schlichtweg drauflos – ohne mit der Wimper zu zucken! Gleiches Thema, Geschichte von einer Bekannten aus der Warteschlange an der Walmart Kasse. Kleine Schlitzhose mit Eltern steht an der Kasse und Schlithose muss mal dringend, was scheinbar am Gesichtsausdruck erkennbar war. Eltern denken gut, also los und Schlitzhose geht vor der Kasse, mitten im Getuemmel in die Hocke und pinkelt da hin. Die Eltern packen ihre Sachen ein und gehen, die Pfuetze wird mit einem Lappen aufgewischt als waers das normalste der Welt. Und noch eine Geschichte aus Winnenden, Marktstrasse Durchgang vorbei an der Post zur Ringstrasse. Asiatisch aussehendes Kind mit Begleitung hockt sich an die Hauswand und faengt an zu pinkeln oder sonstwas – auch hier als waers das normalste der Welt. Man oh man sag ich da nur!

 

Zurueck auf den Fakemarket, das Verhandeln lief diesmal richtig gut und auch wenn die Leute durchaus noch Gewinn gemacht haben waren 7 Euro fuer ne Uhr und 12 fuer ne Handtasche im Rahmen, vor allem bei voellig ueberzogenen Startpreisen von 30 Euro und mehr. Selbst die Fake Haendler sind im Olympiapreiswahn!

 

Den Abend verbrachten wir beim Japaner Sumo and Sushi, der Laden kriegt fuer hohe Preise einen Abzug. Noch einen dafuer, dass man mich beim Tisch reservieren fuer eine Koreanerin gehalten hat....hab ich etwa einen koreanischen Akzent wenn ich Chinesisch rede?!?

7.4.

Mein Pass ist weg..

... und das fast wie im letzten Jahr zu unpassender Zeit. Es steht einmal mehr die Visums- und Arbeitsgenehmigungsverlaengerung an. Diesmal komischerweise viel frueher als im letzten Jahr, ob das an gesetzlichen Regelungen liegt oder an der Damen, die die Verlaengerung macht ist mir schleierhaft. Ich hoffe nur, dass alles planmaessig hinhaut, statt einem Indienvisum hab ich dieses Jahr einen fest gebuchten Flug nach Deutschland, den ich nur aeusserst ungern verpassen moechte. Schon irre...schon wieder ein Jahr rum!

6.4.

Die Heizung geht aus

Zitter, bibber, frier, frost – die Heizperiode ist vorueber und es gibt keine Bodenheizung mehr. Bei Aussentemperaturen von 10 Grad und weniger also nicht wirklich ein angenehmes Wohnklima. Die Klimaanlage heizt zwar, aber bis der Staub wieder rausgepustet war musste ich die Fenster aufmachen und nicht an Hustanfaellen einzugehen – ich hasse klimaanlagenheizen! Sonst draußen nur graue Wolken und wieder kalt - sieht ziemlich nach Regen aus.

 

Kleines Thema von heute: Bücher kaufen in Qingdao. War nach langer Zeit wieder mal in der Book City an der Hongkong Road und musste feststellen, dass die Auswahl an englischen Büchern teilweise noch haarsträubender ist als ich in Erinnerung hatte. Mein Highlight des Tages: Famous American Presidents and their love letters to women. Das liebe Leute gibts wirklich zu kaufen! Daneben noch viele Bücher mit dem Titel Beautiful English... am Ende lief ich mit einem neuen zensierten Chinareiseführer, ein paar Kinderbüchern und einer Biographie von Marie Curie aus dem Laden. Ich muss dringend meine Büchersammlung aufstocken - ich hab nichts mehr zu lesen! Bei Starbucks wars so voll, dass ich keinen Platz mehr bekommen hab und naja, so hock ich halt zuhause und brauch um halb vier schon Licht - perfekter stay home day.

4.4.

Around the World oder wie man sinnvoll der Grabputztag verbringt

Es ist der erste Feiertag ausserhalb der Golden Week, den wir der neuen Feiertagsregelung der chinesischen Regierung zu verdanken haben. Ich habe deswegen mein erstes verlaengertes Wochenende. Der Feiertag heisst Tomb Sweeping Day – als Urnenputztag und an jenem welchen tut man eben das. Wir Deutschen hatten einen Alternativplan, naemlich eine Cooking Session bei mir zuhause unter dem Motto „Cook Around The World“. Unsere chinesischen Kollegen und Freunde waren natuerlich fuer China zustaendig, es gab Sachen aus Amerika, Afrika, Australien der Tuerkei und Kaese aus Shanghai (stand fuer Europe). Das Chaos fing mit Einkaufen ab halb zwei an und ging bis kurz vor elf, die Kueche war wieder mal verwuestet aber alle ziemlich satt und die Reste waren im standardisierten DaBao (Fresspaket) schnell verteilt. Aber Chaos hin und Chaos her, war wieder superlustig und machte wie immer allen Spaß!